Lehrbeginn 2012

Einleitung

Es war ein ganz spezieller Montag. Es war nicht einfach nur der 6. August 2012, sondern auch mein erster Arbeitstag. Ich freute mich sehr, war aber auch nervös. Meine Ausbildung zum Kaufmann begann mit der Einführungswoche, welche wir Lernende zusammen verbrachten. Am Anfang waren wir eher zurückhaltend, doch im Laufe der Zeit entdeckten wir viele gemeinsame Interessen. Nun werde ich über die wichtigsten Eindrücke berichten.

IPERKA

IPERKA ist eine einfache und wirkungsvolle 6-Schritt-Methode. Uns wurde erklärt, dass IPERKA ein sehr geeigneter Weg ist, ein Projekt zu bewältigen. Jeder Buchstabe steht für einen wichtigen Vorgang des ganzen Prozesses. Es beginnt mit dem Informieren. Man beschafft sich alle notwendigen Informationen. Beim Planen entwirft man verschiedene Lösungswege zum Ziel. Dazu gehört Zeitplanung, Arbeitsaufteilung und Vieles mehr.  Danach Entscheidet man, welche die sinnvollste Lösungsvariante ist. Schritt 4 ist das Realisieren. Er ist zeitlich gesehen meistens der grösste Teil. In diesem Teil wird das Projekt ausgeführt. Jede Arbeit ist zu Kontrollieren. Das ist zugleich auch der nächste Schritt. Zum Abschluss sollte man Auswerten. Man zieht ein Fazit, überlegt was gut gemacht wurde und welche Verbesserungs-möglichkeiten es gibt. Die Erkentnisse werden festgehalten und beim nächsten Projekt berücksichtigt. Es ist empfehlenswert die Auswertung im Team zu machen. Ich persönlich finde es auch noch sinvoll ein Feedback vom Auftragspartner oder Auftragsgeber einzuholen. Wenn man die IPERKA Methode beherrscht, ist es ein sicherer Weg zum Erfolg.

Indoor-Nachmittag

Das erste Highlight kam schon am Montagnachmittag. Geplant wäre ein Outdoor Event gewesen, doch wegen des schlechten Wetters wurde es in einen Indoor Event verwandelt. Das Ziel war verschiedene Spiele und Aufgaben im Team zu meistern. Bei diesen Aufgaben wurden wir schon zum ersten Mal mit dem frisch gelernten IPERKA konfrontiert. Beim gemeinsamen Abendessen konnten wir den ersten Arbeitstag gemütlich ausklingen lassen.

Maschinen und Produkte

Die Besi Switzerland AG ist im Bereich Die Attach tätig. Die Firma produziert Maschinen für die Herstellung von Computer Chips. Die eine Maschine ist der Die Bonder, welcher schnell und präzise Chips auf eine Trägerplatte setzt. Eine andere Maschine ist der Wire Bonder. Er verbindet die Chips mit feinen Drähten. Jedoch wird der Wire Bonder nicht mehr von der Besi Switzerland AG produziert. Es gibt aber trotzdem noch ein Service Center in Singapur. Soft Solder Die Bonder lötet mit Zinn den Chip auf das Leadframe. Die Besi Switzerland AG ist weltweit einer der grossen Marktleader im Die Bonding Geschäft und darum ist der Fokus auf den Bereich Forschung und Herstellung festgelegt.

Dienstag

Die oben erwähnten Produkte durften wir am Dienstag Morgen in einer spannenden Führung kennenlernen. Wir bekamen einen guten Einblick in die Herstellung und Produktion der Maschinen. Was mich am meisten beeindruckte, waren die Ansprüche an die Maschinen. Das zeigt auch die gute Qualität der Maschinen.

Mittwoch

Am Mittwoch stand die IT-Einführung auf dem Programm.  Wir lernten den ganzen Morgen verschiedene Dinge rund um den Computer kennen. Es war ein sehr wichtiges Thema, da ich den Computer viel gebrauchen werde. Am Nachmittag lernten wir das Arbeitsbuch kennen, welches auch in der Zukunft sehr wichtig sein wird. Man schreibt verschiedene Erfahrungen auf, welche das Arbeiten vereinfachen. Es ist als grosse Anleitung und Nachschlagewerk anzusehen.

Donnerstag

Am Donnerstag kam ein weiteres Highlight. Wir hielten eine Präsentation, welche wir seit dem Dienstag vorbereitet hatten. Wir stellten uns und die Produkte vor und berichteten von unserer Woche. Es war ein spezieller Moment, da im Publikum der Grossteil der Geschäftsleitung anwesend war. Es war ein sehr spannender und aufregender Tag.

Was habe ich alles kennengelernt?

Ich habe viele neue Menschen kennengelernt, welche in den nächsten Jahren Teil meines Arbeits-Alltags werden. Ich habe auch Reglemente kennengelernt, sowie Rechte und Pflichten. Natürlich habe ich auch die elektronischen Geräte kennengelernt. Auch das Kennenlernen von verschiedenen Arbeitsmethodiken/Arbeitsmitteln wie Mindmap oder Brainstorming war ein wichtiger Teil für die Umsetzung von Aufgaben in Betrieb oder Schule. Ich habe eine gewisse Grundlage für den Arbeitsalltag erhalten und freue mich, diese einsetzen zu können.

Schlusswort

Es war eine sehr interessante sowie auch informative Woche. Jeder Tag war abwechslungsreich und spannend. Es gab viele positive Momente, an welche ich mich gerne zurückerinnern werde. Ich möchte mich noch bei allen Organisatoren bedanken, denn wir wurden von euch gut durch diese Woche geführt. Es war zudem ein sehr guter Start in das Berufsleben und ich freue mich auf eine spannende Lehrzeit bei Besi.

August 2012, Michael Brunner, Kaufmann 1.Lj

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